Was sind PFAS?

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Was sind PFAS?

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe von über 10.000 industriell hergestellten Chemikalien. Sie kommen nicht natürlich vor – und genau das macht sie so problematisch.

PFAS zeichnen sich durch extrem stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindungen aus – eine der stärksten Bindungen in der organischen Chemie. Diese Stabilität macht sie in der Industrie vielseitig einsetzbar: als wasser-, fett- und schmutzabweisende Beschichtungen, in Textilien, Verpackungen und eben in Löschmitteln.

In Schaumlöschmitteln (AFFF – Aqueous Film Forming Foam) senken Fluortenside die Oberflächenspannung des Wassers so stark, dass sich ein dampfdichter Wasserfilm über brennende Flüssigkeiten legt. Dieser Film verhindert den Sauerstoffzutritt und unterdrückt die Verdampfung des Brennstoffs.

Genau die Eigenschaft, die PFAS industriell so nützlich macht, ist auch ihr größtes Problem: Sie sind in der Natur praktisch nicht abbaubar. PFAS reichern sich in Böden, Gewässern und in der Nahrungskette an. Sie wurden bereits im Blut von Menschen weltweit nachgewiesen – selbst in entlegenen Regionen der Arktis.

Wenn AFFF-Löschschäume im Boden versickern, wird das Grundwasser kontaminiert. Einsätze von AFFF haben in Deutschland bereits zur Sperrung von Trinkwasserbrunnen und Fischverboten in Seen geführt. Die jährlichen Kosten der PFAS-Verschmutzung werden im Europäischen Wirtschaftsraum auf 52 bis 84 Milliarden Euro geschätzt.

Relevante PFAS in Löschmitteln

PFAS-belastete Löschmittel enthalten häufig nicht nur bekannte Stoffe wie PFOS oder PFOA, sondern auch weitere kurz- und langkettige Verbindungen. Genau deshalb ist eine fundierte Analyse entscheidend: Sie zeigt, welche Stoffe tatsächlich vorhanden sind, welche Risiken bestehen und welche Schritte für eine sichere, rechtskonforme Umstellung notwendig sind.

In Löschmitteln können verschiedene PFAS-Verbindungen enthalten sein – darunter auch moderne kurzkettige Varianten.
Kurzkettige C6-Tenside gelten nicht als unbedenklich, da sie ebenfalls persistent und besonders mobil in der Umwelt sind.
Eine gezielte Analyse relevanter PFAS ist entscheidend, um Risiken früh zu erkennen und die Umstellung rechtssicher zu planen.
Praxisnahe Relevanzgewichtung für Löschschaum-Bestände

Nicht jede PFAS-Verbindung spielt in Löschschäumen dieselbe Rolle.

Während ältere AFFF-Bestände häufig durch PFOS und PFHxS geprägt sind, stehen bei modernen C6-Schäumen vor allem PFHxA und verwandte Vorläuferverbindungen im Fokus. PFOA sowie langkettige C9–C14-PFCA sind ebenfalls relevant, da sie regulatorisch streng bewertet werden und bei Analyse, Reinigung und Entsorgung mitbetrachtet werden müssen.

PFOS - Der klassische Altlasten-Indikator
30%
PFHxA / C6-Vorläufer - Die moderne C6-Problematik
25%
PFHxS - Häufiger Begleiter historischer AFFF
20%
PFOA - Regulierter Neben - und Abbaustoff
15%
C9-C14 PFCA - Langkettige Risikogruppe
10%
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